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Die rote Antilope

Mankell, Henning
Zsolnay
(HC)
Meine Wertung:
    
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Sehnsucht nach Afrika
Schweden, Ende des 19.Jahrhunderts: Der gescheiterte Student Hans Bengler
macht sich auf die gefährliche und weite Reise nach Afrika, um ein noch unbekanntes
Insekt zu finden und damit endlich berühmt zu werden. Statt dessen findet er mitten in
der Kalahariwüste einen Buschmannjungen, dem er den Namen Daniel gibt.
Bengler nimmt den Jungen mit zurück nach Schweden und setzt Daniel damit dem Spott und
der Neugier der Menschen aus, denn bis dahin hat man nur von den sogenannten
"Wilden" gehört, aber kaum jemand hat tatsächlich einen farbigen Menschen
gesehen...
Henning Mankell erzählt hier nicht nur eine Geschichte. Er zieht den Leser volsltändig
in seinen Bann. Wir leiden und frieren mit Daniel und wundern uns über frischgefallenen
Schnee, als würden auch wir ihn zum ersten Mal sehen.
Die Sehnsucht nach der Wüste, der Sonne und den Gerüchen Afrikas wird auch für den
Leser so lebendig, daß man sich- wie Daniel- in Afrika wähnt und das Heimweh
übermächtig wird, wenn man dann feststellt, das man mit beiden Füßen im Schnee steht.
Henning Mankell ist dem Leser hauptsächlich durch seine Romane/Krimis rund um den
schwedischen Komissar Wallander bekannt. Jedes dieser Bücher landete früher oder später
auf der Bestsellerliste. Das Mankell aber weit mehr kann, beweist nicht nur sein
Lebenslauf. Der Autor und Theaterregisseur lebt einen Teil des Jahres in Maputo
(Mosambik), wo er bei der Gründung des Theaters tatkräftig mitwirkte.
Durch seine Liebe zum schwarzen Kontinent, die Mankell schon als Kind entwickelte,
entstanden die beiden Afrika Romane des beliebten Autors. |
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