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Owen Meany

John Irving / Diogenes
Meine Wertung:
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Die Geschichte einer wunderbaren Freundschaft
Als das Arbeiterkind Owen Meany und der aus der Oberschicht stammende John
Wheelwright aufeinander treffen, bahnt sich zwischen diesen grundverschiedenen Menschen
eine wunderbare Freundschaft an.
Aber dies wäre keine Irving, wenn es eine Geschichte über zwei Jungs wäre. Nein, Owen
Meany reicht über ein halbes Jahrhundert amerikanische Geschichte und Irving zeigt sich
hier gesellschaftskritischer als in jedem anderen seiner Bücher. Der Leser begleit Owen
und John während ihrer Kinder- und Jugendtage, erlebt den Tod von Johns Mutter (die von
einem Baseball erschlagen wird, denn Owen geschlagen hat), begleitet sie durch die
Schulzeit an der Acadamy bis hin zum Vietnamkrieg. Im Verlauf des Buchs wächst man
automatisch mit den Helden der Geschichte zusammen, plant mit ihnen Streiche, erlebt den
ersten Liebeskummer und philosphiert mit ihnen über den Sinn des Lebens.
Und wenn John nach 852 prallgefüllten Seiten voller Leben, Leid und Komik betet: "Oh
bitte, gib ihn mir zurück!", dann vermisst auch der Leser Owen Meany wie einen
realen Freund und möchte das Buch zu machen, um gleich wieder von vorne anfangen zu
können.
Dieses Buch ist ein echtes Geschenk. Es ist wie ein Freund, der einem fest ans Herz
gewachsen ist und den man immer wieder hervorholen möchte. |
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