Abgeschickt von Doc am 18 Juni, 2000 um 21:49:34
Ich habe jetzt den "Hernn der Ringe" gelesen. Hat mir alles in allem sehr gut gefallen.
Kritikpunkte gab es aber.
Die erfindergabe des Autors, was Namen für ein und dieselbe Person angeht, und die erfindungsgabe, was deren Geschichte angeht. Zuviel des Guten.
Ich habe irgendwann damit angefangen, die namen udn Geschichten zur "Ahnengalerie" der Personen des Buches zu "überfliegen, was gegen Ende des dritten Bandes dazu führt, das man Seitenweise überblättern könnte.
Die ganze Geschichte hat zum Ziel, das Böse, das Dunkle zu vernichten. Mit der vernichtung eines Ringes. Die schier endlose langatmigkeit, die zu diesem Ziel führt, wird in dem Moment absurd, da das Erreichen des Zieles, die Vernichtung eben jenes Ringes, der Dunkelheit, des Bösen, ohne großes Aufheben auf einer kurzen Seite abgehandelt wird. Im Vergleich zum Rest, der sehr ausführlich jede Nebensächlichkeit beschreibt, ist diese Ausführung schlichtweg enttäuschend. Man denkt, der Höhepunkt der Erzählung müsse wohl erst noch folgen, bis man einsieht, das das echt schon alles war, was Tolkien dazu eingefallen ist. Hmm ...
Aber nichtsdestotrotz habe ich die drei Bände gerne gelesen, auch wenn man ohne die oft zu Tage tretende langatmigkeit alles bequem in einem etwas dickeren Buch untergebracht hätte ....